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Task Force Haiyan

Autor: JenaSamura | Datum: 01 August 2016, 09:12 | 0 Kommentare

Ende März beginnen auf den Philippinen die zweimonatigen Sommerferien. Um diese Zeit gut zu nutzen und weitere Bereiche und Projekte der UCCP (United Church of Christ in the Philippines) kennenzulernen, habe ich ab April ein einmonatiges Praktikum bei der NGO Task Force Haiyan gemacht, die sich für Opfer und Überlebende des Supertaifuns Yolanda (In Bisaya “Hayian”) einsetzt. Dieser zerstörte im November 2013 weite Teile der Visayas und nahm unzähligen Menschen ihre Lebensgrundlage, geliebte Menschen und das Zuhause.

Das Disaster Management Programm der UCCP unterstützt Ortsgemeinden und Stadtteile, die immer noch von den Folgen des Taifuns betroffen sind, beim Wiederaufbau ihrer Gemeinschaft durch den Bau von Häusern, Reperaturarbeiten, Bildungsprogrammen, sowie die Vergabe von Gütern zum Aufbau neuer Lebensgrundlagen (Bsp: Schweine, Getreide- und Gemüsesamen in ländlichen Regionen oder auch Lebensmittelstände, Nähmaschinen und Fahrradtaxen in urbanisierten Gegenden). Task Force Haiyan organisiert zudem Workshops zu gesundheitlichen Themen, wie Stillen, HIV, Pubertät und Ernährung.

Nachdem die Erstmaßnahmen wie die Vergabe von Lebensmitteln, Verartzung von Wunden und vor allem Wasserversorgung direkt nach der Katastrophe und den Folgemonaten im Zentrum standen, sind nun die ersten Hausbauprojekte bereits abgeschlossen. Momentan liegt der Fokus auf Bildungsarbeit und Gesundheitsaufklärung. Ein weiteres Ziel ist es, die Menschen, die am Program teilnehmen, für zukünftige Naturkatastrophen zu stärken und sie auf Situationen vorzubereiten, die die Gemeinschaft aus dem Gleichgewicht bringen können.

Zudem haben viele der Überlebenden ein Trauma durch die Szenen, von denen sie Zeuge wurden und dem Leid, das ihren Familien durch den Taifun zugefügt wurde. Nachbarn haben einander aufgrund von Nahrungsmittelknappheit bekämpft, Shops wurden ausgeraubt und Gebäude restlos zerstört. Einige Opfer quält das Gefühl nicht lange genug um das Leben ihrer Familienmitglieder gekämpft zu haben und benötigen pchyologische Hilfe.

Die Hoffnung der UCCP ist, dass in den neu aufgebauten Kirchen, die Mitglieder einander Unterstützung geben und somit ihr kollektives Trauma durch die Verbundenheit innerhalb der Gemeinde und besonders durch die Zuwendung zu Gott, überwinden können.

 

Die ersten drei Wochen meines Praktikums habe ich in Tacloban City, der Hauptstadt von Leyte, verbracht und gemeinsam mit dem Team für Healthcare und Education Interviews in zwei verschiedenen Barangays der Stadt durchgeführt. Interessierte aus diesen beiden Stadtteilen, sollen nun die Möglichkeit bekommen an einem Stipendienprogram der UCCP teilzunehmen und eine Ausbildung in Tacloban finanziert bekommen. Zur Auswahl stehen unter anderem: Kosmetiker/in, Bäcker/in, Tischler/in, Schneider/in und Elektiker/in.

Die letzte April Woche besuchte ich San Isidro im Norden von Leyte. Zusammen mit Jazel, der dortigen Projektleiterin, verbrachte ich die Tage in dem Dorf Buena Vista an der Küste, in dem die meisten Bewohner vom Fischfang, Fischverkauf und dem Ertrag einer Milchfischfarm sowie der Herstellung von Lampen, Ketten und Taschen aus Muscheln leben.

Auch hier werden momentan durch das Projekt mehrere Häuser gebaut und es gibt drei Gemeinschaftsgärten, in denen Auberginen, Bohnen, Chili und Bittergurken angebaut werden. Alle Blumentöpfe sind aus recycleten Cola Flaschen und Wasserkanistern hergestellt.

 

Da mir mein Praktikum sehr gut gefallen hat, ich deutlich mehr Aufgaben bekommen habe und mich das Projekt auch weiterhin interessiert, habe ich Anfang April meine Stelle gewechselt und die letzten fünf Monate meines Jahres lebe und wirke ich nun in Tacloban mit.

Die Geschichten der Menschen, die ich in meinem Monat bei Task Force Haiyan getroffen habe, haben mich sehr bewegt. Besonders gut gefallen hat mir, dass die Mitarbeiter/innen freundlich und motiviert bei der Arbeit waren.

 

 

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